Sie sind hier: Skip Navigation LinksStart > Dienstleistungen > Kurse > Qigong

Qigong im Ambulatorium Nord

Im Ambulatorium Nord vermittelt Mag. Franz Wendtner Qigong im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes um unseren PatientInnen die Möglichkeit zu eröffnen, selbständig zu ihrem Wohlbefinden im Rahmen ihrer ambulanten Rehabilitation beizutragen.

Qigong – was ist das?

Qigong ist eine jahrtausendealte chinesische Bewegungsmeditation. Durch achtsames, bewußtes Üben in sanften, langsamen Bewegungen und Stille Übungen werden unsere körperlich-geistig-seelischen Energien (wieder) ins Gleichgewicht gebracht und Streß abgebaut. Qigong trägt dazu bei, körperliche und psychische Belastungen zu reduzieren und fördert die Lebensqualität. Unterschiedlichen Quellen zufolge entstand Qigong vor mehreren tausend Jahren in China. Es steht fest, daß Qigong – ein fester Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – von Anfang an für präventive und therapeutische Zwecke zum Wohl der Menschen genutzt und seither beständig weiterentwickelt wurde.

Aus westlicher Sicht kann man Qigong als eine multikomponente „Kopf- & Körper-Intervention“ betrachten, die sowohl Elemente aus dem Stress-Managment inkludiert, als auch Bewältigungsfähigkeiten und –fertigkeiten trainiert und darüber hinaus kognitiv-behaviorale Interventionen und Entspannung einsetzt. Somit Komponenten, welche auch in der Verhaltenstherapie angewandt werden.

Wie wird Qigong im Westen praktiziert?

Den meisten Menschen die in unseren Breiten Qigong üben, geht es in erster Linie um die Hebung ihrer Lebensqualität, Förderung und Erhalt der Gesundheit und/oder die Unterstützung bei der Genesung von Krankheit durch das Optimieren des Energie- und damit des Qi–Flusses in uns. Tatsächlich gibt kaum einen Zustand, der sich nicht durch bewegtes oder stilles Qigong bessern ließe. In innerer Achtsamkeit werden in langsamen, sanften Bewegungen Zuviel und Zuwenig reguliert, stagnierendes Qi wieder ins Fließen gebracht und Stauungen aufgehoben.

Dabei sind Visualisierung und Vorstellungskraft wichtig und die Bereitschaft, sich selbst (wieder) zu fühlen und zu spüren.

Hat Qigong einen positiven Einfluß auf mein Herz?

Unser Herz gilt als unser emotionales Zentrum und auch als der Sitz unserer stärksten Gefühle. Es kann vor Liebe zerspringen, vor Schmerz brechen oder im Sturm erobert werden. Es kann verschlossen oder für jemand offen sein, wir können etwas aus vollem Herzen tun, jemanden von Herzen gern haben oder ihm unser Herz ausschütten. Manchmal tut uns das Herz weh oder es schlägt uns bis zum Hals, manchmal fällt uns ein Stein vom Herzen, dann ist uns hoffentlich wieder leicht ums Herz ...

Naturwissenschaftlich betrachtet ist unser Herz ein unermüdlicher, gut faustgroßer Hohlmuskel. Es liegt beim Menschen leicht nach links versetzt hinter dem Brustbein und wiegt im Normalfall zwischen 300 und 350 g. Es pumpt pro Minute durchschnittlich 4,5 – 5 Liter Blut und kann bei großer Anstrengung mehr als 20 Liter pro Minute bewegen. Dies geschieht in einem bestimmten Rhythmus, der in der Regel über den Sinusknoten im linken Vorhof reguliert wird, der wiederum der Regulation durch das Vegetativum - unserem autonomen Nervensystem - unterliegt.

Und hier – am Vegetativum - setzt nach Meinung vieler Untersucher und Ansicht der Medizin die Wirkung von Qigong an – in Form einer Optimierung einer ganzen Reihe von psychophysiologisch vermittelten Reaktionen im Rahmen einer Stressreduktion, die zu einer Regulation des sympathischen und parasympathischen Nervensystems (= unser Vegetativum) führt. Damit verbunden kann es auch zu einer Verbesserung der Immunfunktion, sowie des Fett- und Zuckerstoffwechsels kommen. Darüberhinaus werden positive Einflüsse auf das pulmonale und kardiovaskuläre System – hier besonders den Bluthochdruck betreffend – berichtet.

Falls ich mich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte - wo finde ich Literatur?

Für interessierte Leser und kritische Geister finden Sie hier eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen zum Thema.